Langwieriger Kaminbrand in Wörmge

Ein Kaminbrand beschäftigte die Löschgruppe Neu-Listernohl den Großteil des heutigen Pfingstsonntags. Um 07:34 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Kaminbrand nach Attendorn-Wörmge gerufen. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte einen ausgedehnten Kaminbrand in einem Wohngebäude vor. Da aufgrund der hohen Brandlast, durch eingelagertes Heu auf dem Dachboden und durch die historische Bausubstanz des Gebäudes, eine Brandausbreitung zu befürchten war, wurde umgehend ein Löschangriff aufgebaut und die Drehleiter des Löschzuges Attendorn nachalarmiert.

Gemeinsam mit einem Schornsteinfegermeister wurde über mehrere Stunden der brennenden Ruß aus dem Schornstein gefegt. Dabei wurde der Verlauf des Schornsteins im Gebäude permament mit mehreren Wärmebildkameras überwacht. Die hohen Temperaturen des Rußbrandes verlangten dabei dem eingesetzten Material einiges ab.

Gleich mehrere Paar Schutzhandschuhe hielten der Belastung durch mehrere hundert Grad heiße Kaminkehrwerkzeuge nicht stand

Gegen 12:15 Uhr war der Einsatz für die Feuerwehr, die mit einem Löschfahrzeug, einer Drehleiter und einem Gerätewagen vor Ort war, beendet. Eine gute Stunde später, um 13:17 Uhr, alarmierte die Leitstelle das Löschfahrzeug aus Neu-Listernohl erneut zur obigen Einsatzstelle. Bewohner hatten einen plötzlichen Anstieg der Temperatur an einer Innenwand des Gebäudes festgestellt.

Aus dem Korb der Drehleiter und durch vorhandene Revisionsklappen wurde der brennende Ruß aus dem Schornstein gekehrt. Besonders im Dachgeschoss bestand durch eingelagertes Heu eine große Gefahr der Brandausbreitung.

Um eine Brandausbreitung zu verhindern, bzw. auszuschließen, wurden Teile der Isoloierung im Gebäude geöffnet und entfernt und damit offensichtlich ein Wärmestau aufgehoben. Außerdem wurden Teile einer Holzverschalung entfernt. Nach knapp drei Stunden endete dieser Einsatz mit der Übergabe der Einsatzstelle an die Bewohner. Mit den Arbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft forderte dieser komplizierte -und für außenstehende eigentlich unscheinbare- Einsatz das ehrenamtliche Personal an diesem Sonntag somit über acht Stunden.