Unwetter fordert Feuerwehr

Ein Gewitter mit Starkregen sorgte gestern für zahlreiche Einsätze der Attendorner Feuerwehr. Um 13:43 Uhr lief der erste wetterbedingte Notruf bei der Feuerwehr ein. Nach und nach wurden alle verfügbaren Einheiten der Attendorner Feuerwehr alarmiert.

Der Bereich am Kreisverkehr Windhauser Straße/Bremger Weg glich zwischenzeitlich einem Bachlauf

Die insgesamt 65 Einsatzstellen verteilten sich räumlich eng begrenzt auf die Industriegebiete in Ennest und den Bereich der Innenstadt. Überwiegend galt es dabei Kellerräume sowie Lager- und Produktionsbereiche vom Wasser zu befreien.

In einer Senke der Gutenbergstraße waren zwei PKW, mit jeweils einer Person besetzt, vom Wasser eingeschlossen und konnten sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Beide Fahrzeuge wurden durch die Feuerwehr ins Trockene verbracht, danach konnten sich die Personen selbst befreien.

Auf der Gutenbergstraße konnten sich zwei Fahrzeuge nicht mehr selbsständig befreien

In einem Hotel in der Niedersten Straße wurde eine bewusstlose Person erstversorgt und an den nachalarmierten Rettungsdienst übergeben. Der Verdacht, dass es aufgrund des Wassereinbruchs zu einem Stromunfall gekommen war, bestätigte sich jedoch nicht.

Auch “Am Hahnbeul” drang Wasser in ein Gebäude

Besonders schwer vom Wasser betroffen waren zwei Gebäude am Südwall und am Spindelsburggraben. Dort waren die Keller fast bis zur Decke vollgelaufen. Weniger hoch stand das Wasser in Tiefgaragen im Bereich „Im Tangel“ und „In der Waldemei“. Durch die Größe der Garagen waren längere Maßnahmen der Feuerwehr erforderlich. Gleiches galt für einen großen Keller in der Bahnhofstraße. Auch hier war die Feuerwehr über zwei Stunden vor Ort. Im Industriegebiet Ennest sammelten sich große Mengen Wasser in einigen Hallen.

Durch die Größe der betroffenen Hallen im Industriegebeit waren mehrere Pumpen erforderlich.
Ein Schwerpunkt der Unwetterlage: das Industriegebiet in Ennest

Gegen 20:30 Uhr waren die letzten Einsatzkräfte wieder zurück an ihren Standorten. Zur Spitzenzeit waren 108 Einsatzkräfte aller Einheiten im Einsatz. Koordiniert wurden die Einsätze vom Personal in der Einsatzzentrale des Feuerwehrgerätehauses in Attendorn. An den Feuerwehrhäusern in Attendorn und im Repetal stand jeweils ein Löschfahrzeug zur Abdeckung des Grundschutzes im gesamten Stadtgebiet bereit, um auf eilige Einsätze abseits des Unwettergeschehens umgehend reagieren zu können.

Die Spuren zeigen es deutlich, dieser Keller wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen