Übung: Kellerbrand mit Menschenrettung

Am gestrigen Abend führte der Löschzug Attendorn eine Einsatzübung in einem leerstehenden Einfamilienhaus in der Windhauser Straße durch.

Angenommene Lage war ein Brand im Heizungsraum im Kellergeschoss, zwei Personen wurden im völlig verrauchten Bereich vermisst. Zwei weitere Personen machten sich im Obergeschoss an einem Fenster bemerkbar und teilten mit, dass ihnen der Rückweg aufgrund einer starken Verrauchung abgeschnitten sei.

Nach dem Öffnen einer Kellertür drang dem Angriffstrupp dichter Rauch entgegen.

Die Feuerwehr setzte insgesamt vier Trupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung unter Atemschutz im Gebäude ein, gleichzeitig wurde die Drehleiter zur Rettung der Personen aus dem Obergeschoss in Stellung gebracht.

Durch eine Garage führte ein weiterer Zugang direkt in den Kellerbereich. Allerdings musste diese Tür zunächst gewaltsam geöffnet werden.

Der Eigentümer des Gebäudes plant dieses abzureißen. Solche Gebäude eignen sich in herausragender Art und Weise für Übungszwecke der Feuerwehr. Da an diesen Gebäuden häufig nur die Außenhülle intakt bleiben muss, kann hier mit maximalem Einsatz von künstlichem Rauch gearbeitet werden. Außerdem können die Atemschutztrupps mit gefüllten Schläuchen vorgehen, ohne dass bei einer versehentlichen Wasserabgabe oder eines Defekts an der Schlauchleitung ein Schaden zu befürchten ist. Für die Übungsteilnehmer erhöht sich so der Realitätsgrad enorm.

Die Fahrzeugführer enthalten Aufgaben vom Einsatzleiter.

Durch die Haustür, die Kellertür und eine Garage drangen Einsatzkräfte in das Gebäude vor.

Außerdem können das Aufbrechen von Türen und andere handwerkliche Tätigkeiten geübt werden, wie es in einem bewohnten Gebäude nicht möglich wäre. Die Feuerwehr ist an solchen Übungsmöglichkeiten immer sehr interessiert.

Nach gut 45 Minuten waren alle Übungsziele erreicht und der Übungsablauf wurde in einer Nachbesprechung aufbereitet.

Der Löschzug vor dem Übungsobjekt.

Der ein oder andere Leser wird sich bei der Betrachtung der Bilder über ein etwas ungewohntes Bild des Fuhrparks wundern. Aufgrund technischer Defekte befanden sich zum Zeitpunkt der Übung sowohl die Drehleiter, als auch das LF 20 des Löschzuges Attendorn außer Dienst. Aus diesem Grund ist aktuell eine Leihdrehleiter im Einsatzdienst. Außerdem wurde das Löschfahrzeug der Tagwache als technische Reserve eingesetzt.