{"id":10378,"date":"2025-06-05T10:48:51","date_gmt":"2025-06-05T08:48:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/?p=10378"},"modified":"2025-06-05T10:49:34","modified_gmt":"2025-06-05T08:49:34","slug":"feuerwehr-und-krankenhaus-proben-fuer-den-ernstfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/2025\/06\/05\/feuerwehr-und-krankenhaus-proben-fuer-den-ernstfall\/","title":{"rendered":"Feuerwehr und Krankenhaus proben f\u00fcr den Ernstfall"},"content":{"rendered":"\n<p>Gro\u00dfalarm am vergangenen Samstag in der Helios Klinik Attendorn: Zwei L\u00f6schz\u00fcge der Feuerwehren Attendorn und Ennest r\u00fcckten zur gr\u00f6\u00dften Brandschutz\u00fcbung des Krankenhauses seit Jahren an. Im Fokus des Stresstests stand die sichere Evakuierung der Patienten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"686\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-1-1024x686.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10381\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-1-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-1-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-1-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-1-1536x1029.jpg 1536w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-1-1-2048x1372.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der gedachte Ausl\u00f6ser des fingierten Brandes auf der achten Etage? Ein Defekt eines elektrischen Ger\u00e4tes auf einem Patientenzimmer. Eine unauff\u00e4llig platzierte Nebelmaschine im Raum erzeugte k\u00fcnstlichen Rauch, um das Testszenario so authentisch wie m\u00f6glich erscheinen zu lassen. Die zu rettenden \u201eBrandopfer\u201c wurden von ausgebildeten Notfalldarstellern der DLRG Attendorn gemimt und heimlich auf der Station 81 eingeschleust. Zudem war das Pflegepersonal absichtlich nicht informiert worden. So waren die wichtigsten Rahmenbedingungen f\u00fcr die gro\u00dfe Brandschutz\u00fcbung in der Helios Klinik erf\u00fcllt, als um kurz vor 15.00 Uhr die Alarmsirenen im zehnst\u00f6ckigen Geb\u00e4ude losheulten und Rauch unter der T\u00fcr eines Patientenzimmers auf den Etagenflur auszutreten begann. Die goldene Regel f\u00fcr diesen Fall sollte von den gut geschulten Pflegerinnen, die an diesem Nachmittag im Sp\u00e4tdienst arbeiteten, eingehalten werden: Die T\u00fcr geschlossen halten bis zum Eintreten der Feuerwehr, damit die unkontrollierte Ausbreitung des giftigen Rauches unterbleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Grunds\u00e4tzlich musste alles weitgehend realistisch ablaufen bei der gro\u00dfen Brandschutz\u00fcbung an der Helios Klinik Attendorn, bei der rund 50 Feuerwehrleute der L\u00f6schz\u00fcge Attendorn und Ennest den Einsatz an einem so genannten \u201eSonderobjekt\u201c trainierten. \u201eDas macht die \u00dcbung auch f\u00fcr uns zu etwas Besonderem, da wir bei Objekten dieser Kategorie sehr viele Menschen in Sicherheit bringen m\u00fcssen, die nicht gehf\u00e4hig sind. Das Zusammenspiel mit dem Pflegepersonal muss unbedingt funktionieren, damit wir die Patienten schnell in brandsichere Abschnitte innerhalb des Hauses bringen k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Tobias Bock, Leiter der freiwilligen Feuerwehr Attendorn und Sachgebietsleiter Brand- und Bev\u00f6lkerungsschutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine erste Bilanz nach Abschluss der \u00dcbung: \u201eAlles in allem ist alles standardm\u00e4\u00dfig abgelaufen. Verbesserungspotenzial gibt es dabei immer, aber genau daf\u00fcr sind auch f\u00fcr uns diese Trainings da, um das herauszufinden\u201c. Daf\u00fcr beobachtete Dr. Bock vor Ort ganz genau die Abl\u00e4ufe und protokollierte den Einsatz, notierte akribisch was gut lief und welche Handgriffe noch nicht ganz sa\u00dfen. Wie es schon einmal richtig gut lief, zeigt ein Blick ins Zeitungsarchiv.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"686\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-2-1-1024x686.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10379\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-2-1-1024x686.jpg 1024w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-2-1-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-2-1-768x514.jpg 768w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-2-1-1536x1028.jpg 1536w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-2-1-2048x1371.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>R\u00fcckblick Ende der 1990er Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Attendorner Feuerwehr im Laufe des 14. Oktobers 1998 bereits zweimal wegen \u2013 wie sich sp\u00e4ter herausstellte \u2013 mutwillig ausgel\u00f6ster Fehlalarme zum Krankenhaus St. Barbara gerufen wurde, heulten um 20.23 Uhr erneut die Sirenen auf der Wache. Diesmal jedoch ein Ernstfall. Dichter Rauch waberte den Brandbek\u00e4mpfern bereits auf dem Parkplatz entgegen. Das bedeutete: Vollalarm f\u00fcr das ganze Stadtgebiet. \u00dcber 200 Feuerwehrleute kamen zum Einsatz. Nach etwas \u00fcber eine Stunde hatten sie den Brand unter Kontrolle. Als Brandherd konnten die Experten schnell ein Altpapierlager ausmachen. Die Bilanz: Keine Personensch\u00e4den, aber Sachschaden in H\u00f6he von rund 200.000 Mark.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fehlalarme sind Feuerwehralltag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas ist Feuerwehralltag: Wir fahren 99-mal raus zu Fehlalarmen. Aber beim hundertsten Mal knallt es dann richtig.\u201c Joachim Viegener ist seit 36 Jahren Mitglied der freiwilligen Feuerwehr in Attendorn und war damals schon dabei. Den Gro\u00dfbrand im Krankenhaus von 1998 bezeichnet er bis heute als einen der gr\u00f6\u00dften Eins\u00e4tze, die er je erlebt hat. Gro\u00dfe Hitze und Rauchentwicklung machten den Einsatz so schwierig, blickt der erfahrene Brandbek\u00e4mpfer zur\u00fcck, der fast 27 Jahre sp\u00e4ter wieder an alter Wirkungsst\u00e4tte mit seinen Kameraden f\u00fcr den Ernstfall probte.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs kann am Ende lebenswichtig sein, solche Szenarien regelm\u00e4\u00dfig zu trainieren\u201c, sagt Henrik Cermann. Als stellvertretender Pflegedirektor und Alarmplan-Beauftragter der Helios Klinik oblag ihm die Organisation der \u00dcbung, die in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung zuletzt vor der Corona-Pandemie stattgefunden hat. Krankenh\u00e4user seien zwar gesetzlich verpflichtet, regelm\u00e4\u00dfig den Brandschutz zu trainieren. Dies funktioniere jedoch nicht h\u00e4ufig gemeinsam mit der Feuerwehr, da diese viele Objekte im Stadtgebiet zu betreuen h\u00e4tte und es enger Abstimmung bed\u00fcrfe, so Cermann. Er habe im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem Brandschutzbeauftragten zwar einen detaillierten Katastrophen-, Alarm- und Einsatzplan (KAEP) f\u00fcr die Klinik ausgearbeitet, der auch kontinuierlich angepasst werde und noch viele weitere Katastrophenszenarien abdeckt. Was dieser jedoch in der Praxis taugt, zeige sich erst im Stresstest unter weitgehend realen Bedingungen, so der Pflegefachmann.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;\u201eBeim Helios-Mutterkonzern Fresenius hat das Thema Brandschutz eine au\u00dferordentliche Bedeutung, weshalb wir schon im vergangenen Jahr Kontakt zu unserer Feuerwehr vor Ort aufgenommen haben, um ein m\u00f6glichst echtes \u00dcbungsszenario zu planen. Das habe sich aber auch gelohnt. \u201eWir wissen nat\u00fcrlich nicht, wie es im Ernstfall aussehen w\u00fcrde, aber auf die Erfahrungen aus dieser \u00dcbung und wie sich unser Personal dabei verhalten hat, darauf k\u00f6nnen wir im Notfall aufbauen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Text und Fotos: Helios Klinikum Attendorn<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-5-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-10380\" srcset=\"https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-5-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-5-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-5-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-5-1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.feuerwehr-attendorn.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Bild-5-1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfalarm am vergangenen Samstag in der Helios Klinik Attendorn: Zwei L\u00f6schz\u00fcge der Feuerwehren Attendorn und Ennest r\u00fcckten zur gr\u00f6\u00dften Brandschutz\u00fcbung des Krankenhauses seit Jahren an. 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