Am Pfingstsonntag wurde der Löschzug Attendorn um 13:37 Uhr zu einer Tiernotlage in die Waldenburger Bucht alarmiert. Das Ordnungsamt hatte einen allein zurückgelassenen Hund in einem Wohnwagen entdeckt. Ein Ausruf des Halters im Strandbad blieb ohne Erfolg. Die Feuerwehr verschaffte sich gewaltfrei Zugang zum Wohnwagen und befreite den Hund aus seiner Lage. Der Vierbeiner wurde umgehend mit Wasser versorgt. Anschließend übernahm das Ordnungsamt die Betreuung und konnte den Hund kurze Zeit später wohlbehalten an den Halter übergeben.
in Haustier bei sommerlichen Temperaturen im Auto oder Wohnwagen zurückzulassen, ist lebensgefährlich und nicht erlaubt. Bereits bei 20 °C Außentemperatur kann sich der Innenraum innerhalb von:
• 10 Minuten auf 27–30 °C
• 30 Minuten auf 35–40 °C
aufheizen. Zum Zeitpunkt des Einsatzes lag die Außentemperatur in Attendorn bei 28 °C – im Innenraum können dabei schnell über50–60 °C erreicht werden.
Hunde können nicht wie Menschen schwitzen – sie regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich durch Hecheln.
In einem aufgeheizten Fahrzeug funktioniert das kaum noch:
• Kreislaufversagen droht
• Organschäden sind möglich
• Lebensgefahr besteht oft schon nach wenigen Minuten
• Situation einschätzen (z. B. starkes Hecheln oder Apathie)
• Halter suchen (z. B. ausrufen lassen)
• Polizei oder Feuerwehr verständigen
• Bei akuter Lebensgefahr: Scheibe einschlagen
• Frisches Wasser anbieten
• Hund langsam kühlen (z. B. Bauch und Pfoten befeuchten)
• Kein nasses Handtuch über den Hund legen (Hitzestau!)
Ein Fahrzeug wird im Sommer innerhalb kürzester Zeit zur tödlichen Falle für Mensch und Tiere.
➡️ Deshalb gilt: Hunde und andere Haustiere niemals im Fahrzeug zurücklassen – auch nicht „nur kurz“.